Die Hälfte des indonesischen Regenwaldareals ist bereits zerstört, jedes Jahr fallen weitere 1,8 Millionen Hektar illegalen Rodungen und Plantagen zum Opfer. Neben den natürlichen Konsequenzen – Landrutschen und Überschwemmungen – sind auch die sozialen Folgen dramatisch, wenn ganze Dörfer entwurzelt und in städtische Slums vertrieben werden.
Besonders gespannt bin ich auf die mehrtägigen Exkursion, die uns in so abgelegene Gebiete führen, dass ich sie zum großen Teil weder bei Google Maps noch im guten alten Diercke finden konnte. (Bei Google Maps sieht das riesengroße Westpapua mit seinen über 200 verschiedenen indigenen Gruppen aus wie ein unbesiedelter weißer Fleck, rechts im Bild.)
Indonesien ist das größte muslimische Land der Erde, doch Christen, Hindus, Buddhisten und Angehörige indigener Religionen stellen wichtige Minderheiten dar. Trotz einer langen Tradition der kulturellen Vielfalt kam es in der Vergangenheit mehrfach zu religiös motivierten Ausschreitungen und Attentaten, die sich gegen Angehörige der christlichen Minderheit sowie gegen muslimische „Abweichler“ richten. Hinzu kommt eine agressive Missionstätigkeit seitens evangelikaler Kirchen. Mit Teilnehmern verschiener Religionen/ Konfessionen und Nationalitäten wollen wir abschließend über die Zukunft des interreligiösen Miteinanders diskutieren.
Bilder: Mangiwau/flickr.com; Screenshot Google Maps
(zu unseren Pressemitteilungen bei der VEM >>, ab Ende Mai sind dort auch Ergebnisse zu sehen)
